Die geschichtliche Entwicklung der Ortsfeuerwehr Wietmarschen

Am 29.10.1899 wurde der Emsländische Feuerwehrverband gegründet. Ihm gehörten die Feuerwehren Aschendorf, Beesten, Bookhold, Emsbüren, Haselünne, Lingen, Meppen, Salzbergen, Spelle, Sögel, Werlte, Schapen, Freren, Lingen (Reichsbahn-Werksverkehr), Messingen, Lorup und Wietmarschen an.

Ob alle genannten Wehren von Anfang an dabei waren, lässt sich nicht mehr feststellen, da sie in dem vorhandenen Protokollbuch in schwer lesbarer Schrift nachgetragen sind, und nur gelegentlich von Neuaufnahmen berichtet wird.

Im Jahre 1905 wütete ein großer Brand auf dem Stift in Wietmarschen bei Revermann.

1907 erhielt die Feuerwehr eine neue Pferdegezogene Handdruckspritze.

1908 wurde dann offiziell die "Freiwillige Feuerwehr Wietmarschen" gegründet. Die Gründer der Feuerwehr Wietmarschen waren:

  • Johann Tenfelde
  • Heinrich Berling
  • Heinrich Wübben

Bis 1908 wurde die Feuerwehr von Johann tenfelde geleitet.

Nach der Gründung im Jahre 1908 leitete Heinrich Berling die Wehr. 41 Männer folgten seinem Aufruf und meldeten sich für den Dienst in der Feuerwehr.

1911 berichtete die Feuerwehr Wietm. auf der 12 Delegiertenversammlung in Salzbergen in ihrem Tätigkeitsbereich über einen größeren Brand, der im Mai des Jahres im Baakelter Wald wütete. Nach den Aussagen älterer Mitbürger gestaltete die Brandbekämpfung mit der 1907 erworbenen Feuerlöschkutsche sehr schwierig.

1928 wurde man zu zwei Bränden gerufen. Im Frühjahr stand das Anwesen der Familie Bölt in Brand, der Baakelder Wald wurde im Sommer das 2-mal Opfer der Flammen.

Neben ihren Pflichten als Feuerwehrmänner hatten die Kameraden damals schon ein großes Interesse an der Kameradschaft, so wurde damals eine Musikkapelle gegründet in der bis 1931 nur Feuerwehrkameraden spielten. Aus dieser Musikkapelle ging dann später der heute sehr bekannte Musikverein "Towies" hervor

1932 bekam die Feuerwehr Wietmarschen die erste motorisierte Tragkraftspritze vom Typ Koebe. Sie hatte eine Leistung von 800 Litern in der Minute.

Transportiert wurde sie, da ja nur eine Kutsche zur Verfügung stand, auf einem LKW von der Firma Rickhoff.

1936 brannte in Schwartenpohl das Anwesen der Familie Keuter. Die Kutsche musste von den Pferden durch tiefe Sand und Schlammwege zum Einsatzort gezogen werden. Unterwegs mussten die Pferde ausgewechselt werden, weil die ersten vollkommen erschöpft waren.

Kurz vor dem Krieg brannte das links von der Torbrücke gelegene  Gebäude  von Schmitz bis auf die Grundmauern nieder, bei diesem Einsatz wurde ein Menschenleben gerettet.


1944 wurde ein Antrag auf Anschaffung eines LF8 gestellt, der aber vorerst abgelehnt wurde.

1945 brannten Wohnhaus und Diele des Bauern Husteden nieder. Da kein Wasser zur Verfügung stand, versuchte man mit Jauche zu löschen. Ein weiterer Brand in diesem Jahr zerstörte das Wohnhaus der Familie Wintels.

14 Jahre lang, vor dem Krieg, wurden von der Feuerwehr abwechselnd Theaterstücke in den Gaststätten Quaink-Lühns und Kühlenborg aufgeführt.

Der 2. Weltkrieg ging auch an der Wietmarscher Wehr nicht spurlos vorbei. Viele Kameraden ließen im Krieg ihr Leben. Am 01.01.1951 betrug die Mitgliederzahl nur noch 24.

1951 feierte die FW Wietmarschen nach einem gelungenen Umzug ihr, damals noch öffentliches, Feuerwehrfest in der Gaststätte Quaink/Lühns.

1952, genauer gesagt am 20.02. war es endlich so weit, die FW Wietmarschen erhielt von der Firma Karl Bichmann in Menden einen gebrauchten Opel Blitz. Am 12.04.1952 wurde das Fahrzeug, nach Umrüstung zum Feuerwehrfahrzeug und TÜV-Abnahme, in Dienst gestellt.

1954 wurde das erste Wietmarscher Feuerwehrhaus erstellt.

1957 bekam die Feuerwehr Wietmarschen von der Firma Domeier in Bremen eine neue Tragkraftspritze (Balke).

Wegen einer Unstimmigkeit in der Wehr beging die FF Wietmarschen ihr 50 jähriges Jubiläum erst im Jahre 1959.

1962 erhielt die FF Wietmarschen ein fast neues Löschfahrzeug vom Typ Opel Blitz.

1965 betrug die Mitgliederzahl wieder 39 Kameraden.

1968 wurde der erste Pressluftatmer vom Typ PA 37/1600 angeschafft. Ferner erhielt man 10 Sack Ölbindemittel.

1969 wurde das "neue" Feuerwehrhaus in Betrieb genommen.

1974 kam eine Gemeindereform, von der auch die FF Wietmarschen nicht verschont bleib. Die Feuerwehren aus Lohne, Wietmarschen und Schwartenpohl wurden zu einer Freiwilligen Feuerwehr Wietmarschen. Auf Grund des Zusammenschlusses musste auch ein Gemeindebrandmeister gewählt werden, die Wahl gewann Felix ten Brink. Zu seinem stellv. wurde Hermann Osseforth gewählt.

1978 bekam man das erste Tanklöschfahrzeug der Firma Magirus, welches bis zum 16.10.2005 im Dienst blieb.

1979 trat Alois Husteden die Nachfolge vom bisherigen Ortsbrandmeister, Hermann Osseforth, an, der sein Amt aus Altersgründen zur Verfügung stellte.

1980 fanden in Wietmarschen die Kreisfeuerwehrwettkämpfe statt.

1981 wurde beim Feuerwehrhaus angebaut, da die DRK-Ortsgruppe ein neues Fahrzeug bekam und der Platz nicht mehr ausreichte.

1984 wurde das alte LF8 der Marke Opel Blitz durch ein neues LF8 der Fa. Magirus ersetzt

1985 wurde dann in Eigenleistung ein Heizungsraum auf dem Dachboden errichtet. Dadurch konnte der Schulungsraum um 6m² erweitert werden.

1987 gab es dann das nächste neue Fahrzeug, der alte MTW wurde durch einen neuen der Marke VW (T2) ersetzt. Die feierliche Übergabe erfolgte am 27.11.1987 durch Bürgermeister Stevens.

1992 erstellte die Gemeinde dann das heutige Feuerwehrgerätehaus am Schoolpatt, wo auch die DRK Ortsgruppe untergebracht ist. Ausgestattet mit 4 Fahrzeugboxen für die Feuerwehr und 2 Fahrzeugboxen für die DRK Ortsgruppe, großem Schulungsraum, Werkstatt, Küche und Sanitäranlagen entspricht es den heutigen Anforderungen.

2000 wurde ein Belüftungsgerät der Marke Leader angeschafft.

2001 gab es dann den langersehnten Hilfeleistungssatz mit einer Schere (S180) und einem Spreizer (SP40) sowie zusätzlich einem Greifzug.

2005 wurde dann das 1978 erworbene Tanklöschfahrzeug durch ein neues TLF 16/24 von der Fa. Rosenbauer ersetzt. Die übergab fand am 07.10.2005 statt. Das alte Fahrzeug Wurde nach Polen verkauft und befindet sich nach unseren Informationen dort immer noch im Einsatz.

2008 stand das 100 jährige Jubiläum an, zudem sich die Feuerwehr Wietmarschen aus Eigenmitteln einen PKW-Anhänger anschaffte um unter anderem die alte Handdruckspritze transportieren zu können. Desweiteren wurde ein Rettungs-Teleskopzylinder angeschafft.

2010 wurde das alte LF8 durch ein neues HLF 10/6 ersetzt. Das Fahrgestell wurde von der Firma Mercedes geliefert, der Aufbau von der Firma Rosenbauer.

 

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